In der kalten Jahreszeit, zwischen Anfang Oktober und 10. März, tritt wegen der langen Nächte und schwachen Sonneneinstrahlung über dem Mittelland häufig Nebel oder Hochnebel auf. Die Obergrenze der "grauen Suppe" hängt von der Stärke der Bise ab, diese wiederum vom Überdruck nördlich der Schweiz.
Nach Untersuchung von Courvoisier zeigt der Druckunterschied Payerne/CH und Strasbourg/F die ungefähre Obergrenze. Die Vorhersage dieser Druckdifferenz in Hektopascal [hPa] basiert auf dem statistischen Prognoseverfahren MOS vom Deutschen Wetterdienst und wird mehrmals täglich aufdatiert.
Dieser Zusammenhang weist jedoch eine Streuung von +/- 100m auf und gilt am besten für bestehende Nebellagen bei stationären Hochdrucklagen. Bei frontaler Restfeuchte gilt die Regel nicht, ebenso wenn es bei trocken-kalter Bise gar keinen Hochnebel hat. Grosse Unterschiede zwischen beobachteter und berechneter Obergrenze deuten auf Auflösung hin, der Hochnebel reagiert zeitlich verzögert auf Druckänderungen. Lokale Effekte wie Nebelauflösung (Region Basel mit Möhlin-Jet) oder höhere Obergrenze durch Bisenstau (an den Voralpen) werden hier nicht berücksichtigt.